DIE VIA FRANCIGENA (Frankenweg)

Die Via Francigena, auch Frankenweg genannt, ist Teil einer Gruppe von Hauptstrassen, die im Mittelalter zu den wesentlichen Stätten der christlichen Religion führten; Santiago de Compostela, Rom und Jerusalem. Unter den vielen Verbindungen zwischen Mittel-/Nordeuropa und Rom hatte sich insbesondere die Via Francigena eingebürgert. Dies war die Verbindung zwischen Canterbury und Rom, die Wallfahrtsroute welche Sigerich der Ernste, Bischof von Canterbury schriftlich aufgezeichnet hatte. Er reiste im Jahr 990 von Canterbury nach Rom, um vom Papst das Pallium entgegen zu nehmen, ein Schal als Zeichen seiner Ernennung zum Erzbischof. Die Via Francigena ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der europäischen Verkehrswege des Mittelalters. Sie hatte nicht nur religiösen Wert, sie war auch von politischer, militärischer und wirtschaftlicher Bedeutung. War sie doch die Hauptschlagader die Italien mit dem übrigen Europa verband, und so auch für den Austausch und die Förderung verschiedener Kulturen verantwortlich war.Ein viel zitierter Satz Goethes lautet: "Europa ist auf der Pilgerschaft geboren und das Christentum ist seine Muttersprache".

Das untenstehende Bild (zum Vergrössern anklicken) illustriert 22 Orte entlang der 264 Kilometer langen Via Francigena von Florenz nach Rom, an welchen die Pilger üblicherweise ihre Rast gemacht hatten. An der Via Francigena, genau genommen in Bolsena, ist der Ort an dem die Puri Familie seit Generationen lebt und seine Kellereien hat, bis zum heutigen Tag.
 

Via Francigena